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Schelling bekommt 1954 einen Direktauftrag vom damaligen ΟΒ Klotz. Klotz war ebenfalls Ingenieur und hat offenbar bereits aus seiner Ausbildungszeit persönliche Verbindungen zu Schelling.
Die Stadt Karlsruhe bewarb sich damals neben München um die Ansiedlung eines Kernforschungszentrums. Schelling erstellte dafür die ersten Pläne. Es sollte im Bereich der heutigen Raffinerie angesiedelt  werden aufgrund der Lage am Rhein (Nutzung des Rheinwassers als Kühlwasser) und über die heutige Siemensallee quer durch den Schlossgarten mit dem Standort  der TU verbunden werden. Neben dem Fasanengarten sollte das Verwaltungsgebäude liegen. Der alte Flughafen war als Wohngebiet für die Forscher vorgesehen. Die Planung, die in Form einer noblen Publikation vorgelegt wurde, war großspurig, die Ästhetik bis in die Bauten hin vorgeplant. Karlsruhe bekam dann tatsächlich den Zuschlag, in München wurde lediglich das „Atomei“ in Garching angesiedelt. Es wurde am Standort Rhein sogar der Grundstein gelegt. In das Projekt sollten bereits damals Mittel des Bundes und auch europäische Mittel einfliessen. Letztlich wurde an diesem Standort nicht gebaut, da in den 50er Jahren neue Richtlinien entstanden, die in der Hauptwindrichtung eines Kernforschungszentrums keine Siedlungen oberhalb einer bestimmten Größe mehr zuließen. Daraufhin entstand der Gedanke, das Kernforschungszentrum mitten im Hartwald anzusiedeln, Blankenloch, Spöck usw. lagen unterhalb der kritischen Siedlungsgröße.
So wie es Klotz seinerzeit auch geschafft hat, dass das Land der Stadt Wald für die Stadterweiterung (Waldstadt) schenkte, erreichte er auch hier, dass das der erforderliche Grund vom Land geschenkt wurde. In kurzer Zeit wurde das Kernforschungszentrum aus dem Boden gestampft, auch hier war die Planung ein Direktauftrag an Schelling. Später hat Schelling eine vergleichbare Anlage auch in Grenoble gebaut.

Unterlagen:
Planunterlagen müsste es laut Auskunft von Herrn Kabierske im Forschungszentrum geben. Die noble Publikation, mit der sich die Stadt 1954 für den Zuschlag als Standort des Kernforschungszentrums beworben hat, müsste im Stadtarchiv sein. Im Stadtarchiv gibt es auch eine Sammlung mit Zeitungsauschnitten, die vielleicht interessant sind.

Frau Ingrid Erhardt hat über Schelling promoviert, in der eine Karte mit allen Schelling-Bauten auch auf dem Forschungszentrumsgelände enthalten ist. Sie berichtet in dieser diss auch über die Planung am Rhein, hat aber offenbar nicht verstanden, dass dies ein ganz anderer Standort als der später bebaute ist. Daher wäre hier sicherlich noch Forschungsbedarf. Die Diss von Frau Erhardt ist im SAAI erhältlich.
Es müsste auch Festschriften des Forschungszentrums geben, mit einer Zusammenfassung der Planungsgeschichte.
Herr Nippert leidet das KIT-Archiv inkl. des Archivs für das Forschungszentrum.

Ansonsten liegt der Schelling-Nachlass im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt. Dort sind Frau Wolf und Herr Wolfgang Vogt zuständig.

To DO:

Untersuchen, welche Verflechtungen zwischen Campus Süd und Nord bestehen:

- Institutskooperationen

- parallel geführte Institute

- sonstiges

Quelle: http://www.forschung.kit.edu/downloads/KIT.pedia_2010_Endfassung_141209.pdf

Bilddatenbank des FZK mit Luftbildern von den 60ern bis heute

http://bilddatenbank.fzk.de/bdb/idcplg?IdcService=BDB&Search=1&SearchQuery=luftbild&ResultCount=100&resultsView=thumbs&submitQueryForm=+Suche+starten+

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